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Handchirurgie

Handchirurgie.
Eine medizinische Königsdisziplin.

Wenn die Hand Probleme macht

Handkrankheiten und -verletzungen

Wie wichtig die Hand ist erkennen wir häufig erst, wenn sie erkrankt oder verletzt ist. Häufige Handprobleme:

Rheumatoide Arthritis
Rheumatoide Arthritis

Arthritis

Gelenkentzündung

Eine Arthritis ist eine Gelenksentzündung. Die Hand ist mit ihren 36 Gelenken nicht selten von dieser Erkrankung betroffen. Typische Symptome sind Schmerzen, Schwellung, Rötung, Überwärmung und Funktionseinschränkung. Als Ursache einer Arthritis kommen Infektion, Kristallablagerungserkrankungen (z.B. Gicht) und Autoimmunerkrankungen (z.B. rheumatoide Arthritis, „Rheuma“) in Frage. Die Arthritis greift den Knorpel an, was ohne angemessene Behandlung innert kurzer Zeit ein Gelenk zerstören kann. Bei einer infektiösen Arthritis (meistens bakteriell) gilt es, den Eiter im Gelenk so rasch und gründlich wie möglich chirurgisch zu entfernen. Die Begleittherapie erfolgt medikamentös mit Antibiotika. Bei einer rheumatoiden Arthritis und auch bei Kristallablagerungserkrankungen wird zunächst eine medikamentöse Therapie versucht. Bei Versagen dieser Therapie kann versucht werden, die entzündliche Gelenkinnenhaut (Synovia) chirurgisch zu entfernen. Bei zerstörtem Gelenk bleibt nur noch die Gelenkversteifung oder der Einsatz eines künstlichen Gelenks (Prothese).

Daumensattelgelenkarthrose (Rhizarthrose)
Daumensattelgelenkarthrose (Rhizarthrose)

Arthrose

Gelenkverschleiss

Die Abnutzung von Knorpel in Gelenken, die Arthrose, ist eine Verschleisserscheinung. Diese führt zu chronischen Schmerzen sowie Bewegungseinschränkung im betroffenen Gelenk. Die Ursachen für die Beschädigung des Knorpelüberzug sind vielfältig. Am häufigsten handelt es sich um eine altersbedingte Abnutzung. Es können jedoch auch Traumafolgen wie stattgehabte Gelenkbrüche oder Bandverletzungen mit chronisch instabilem Gelenk zu einer frühzeitigen Arthrose führen. In diesen Fällen sind nicht selten auch jüngere Menschen betroffen. Auch spielt die erbliche Veranlagung eine Rolle. Die Sattelgelenksarthrose des Daumens (Rhizarthrose) ist die häufigste degenerative Veränderung der Hand. Ebenfalls häufig tritt die Arthrose an Fingerend- und Mittelgelenken auf (Heberden- bzw. Bouchard-Arthrose). In einem ersten Schritt kann versucht werden, mit einer gezielten Infiltration von einem Kortisonpräparat in das Gelenk die Symptome zu lindern. Bei wiederkehrender Symptomatik wird dann eine chirurgische Therapie notwendig. Hierbei können Gelenke versteift (insb. Endgelenke) werden oder das Gelenk entfernt und eine sogenannte Sehneninterposition oder Prothesenimplantation durchgeführt werden.

Skidaumen
Bandruptur

Bandverletzung

Skidaumen

Werden Bänder übermässig gedehnt, z. B. bei Stürzen oder durch Verstauchung, kann es zu einer Bänderzerrung oder einem Bänderriss kommen. Eine häufige Bandverletzung an der Hand ist die Seitenbandruptur des Daumens, auch als „Skidaumen“ bezeichnet. Dabei knickt der Daumen im Grundgelenk nach aussen und das innere Seitenband reisst. In dieser Situation muss nicht selten das Seitenband operativ wieder fixiert werden, da es für die Stabilität im Grundgelenk des Daumens eine entscheidende Rolle spielt.

 

Fehlstellung nach Knochenbruch

Als Folge von Knochenbrüchen können Fehlstellungen auftreten. Knochenfehlstellungen können zu Funktionseinschränkungen führen, insbesondere wenn es sich um fehlverheilte Gelenkbrüche handelt. Im Prinzip kann jeder Knochen der Hand davon betroffen sein. Als häufiges Beispiel sei die verkürzte Speiche nach fehlverheiltem Handgelenksbruch erwähnt. Dieser Umstand kann zu einer schmerzhaften Bewegungseinschränkung im körperfernen Ellen-Speichen-Gelenk führen. Hier kann zum Beispiel eine operative Verkürzung der Elle die Symptome lindern.

 

Dupuytren Kontraktur

Dupuytren Kontraktur

Morbus Duputren

Dabei handelt es sich um eine krankhafte Veränderung der straffen Bindegewebsfasern (Hautverankerungsbänder, Faszien) in der Handinnenfläche. Es kommt zu einer knotigen und/oder strangförmigen Verdickung dieser Schicht durch eine Vermehrung der Bindegewebszellen. Dadurch kann es bei fortschreitender Erkrankung zur Bewegungseinschränkung der Grund- und Mittelgelenke kommen. Der Kleinfinger ist am häufigsten betroffen, gefolgt von Ringfinger und Daumen. Männer sind häufiger betroffen als Frauen. Therapeutisch kann die Infiltration von speziellen Enzymen mit daraufhin „Aufbrechen“ oder eine operative Entfernung der Stränge helfen.

 

Versorgte Kahnbeinfraktur, Mittelhandknochenfraktur
Versorgte Kahnbeinfraktur, Mittelhandknochenfraktur

Fraktur

Knochenbruch

Eine Fraktur ist ein Knochenbruch, welcher an einer oder mehreren Stellen des Knochens, mit oder ohne Verschiebung (Dislokation) der Bruchstücke (Fragmente), auftritt.
Brüche an der Hand bzw. den Fingern gehören zu den häufigsten Knochenbrüchen und die distale Radiusfraktur (Handgelenksbruch) ist die häufigste Fraktur des Menschen überhaupt. Je nach Dislokationsgrad und bei Gelenkbeteiligung muss eine operative Stabilisierung erfolgen. Diese kann je nach Frakturmuster offen mittels Schrauben und/oder Platten sowie über kleine Hautzugänge mittels Metalldrähte oder Schrauben durchgeführt werden.

 

Handgelenkganglion
Handgelenkganglion

Ganglion

ugs. Überbein

Das Ganglion ist eine der häufigsten Ursachen für eine elastische bis harte Schwellung im Hand- und Handgelenkbereich und wird im Volksmund auch «Überbein» genannt. Ein Ganglion ist eine gutartige Weichteilschwellung, welche einer mit Gelenk- oder Sehnenscheidenflüssigkeit gefüllten Zyste entspricht. Diese bildet sich aufgrund einer Überdrucksituation im Bereich einer Schwachstelle einer Gelenkskapsel oder Sehnenscheide. Am häufigsten findet sich ein Ganglion im Bereich des streckseitigen Handgelenks. Ein Ganglion kann ästhetisch störend sein, jedoch auch durch mechanische Reizung zu Schmerzen oder Bewegungseinschränkungen des betroffenen Gelenks führen. Therapeutisch kommen zunächst konservative Massnahmen wie Ergotherapie in Frage. Bei unveränderter Symptomatik kann auch die operative Entfernung erforderlich sein.

 

Gefässverletzung

Gefässe sind die Blutadern des menschlichen Körpers, die aus Arterien und Venen bestehen und dem Transport von Blut und Nährstoffen dienen. Während die Arterien sauerstoffreiches Blut in die Peripherie transportieren, sind die Venen für den Rücktransport des sauerstoffarmen Blutes zuständig. Die Hand wird durch zwei Hauptarterien versorgt, namentlich die Ellen- und Speichenarterie. Durch Schnitte, Stiche, Dehnungen und Quetschungen können diese Gefässe verletzt und die Durchblutung unterbrochen werden. Falls die Durchblutung eines Fingers oder gar der Hand gefährdet ist, muss eine raschmöglichste Wiederherstellung der Durchgängigkeit oder eine Überbrückung einer langstreckig zerstörten Arterie erfolgen.

Intraossäres Ganglion

Knochenzyste

Ganglien sind gutartige zystische Strukturen, die mit gallertartiger Flüssigkeit gefüllt sind und meistens ausserhalb des Knochens auftreten. Ein intraossäres Ganglion ist ein im Knochen liegendes Ganglion. Dieses kann z.B. in den Handwurzelknochen Kahn- und Mondbein oder in den Fingerknochen auftreten.

Karpaltunnelsyndrom
Karpaltunnelsyndrom

Karpaltunnelsyndrom

Carpal-Tunnel-Syndrom CTS

Wenn es in der Hand unablässig kribbelt, hat der Mittelhandnerv, welcher Daumen, Zeige- und Mittelfinger sowie die Hälfte des Ringfingers mit Sensibilität versorgt, zu wenig Platz. Dies kann zu einer Durchblutungsstörung im Nerv und dadurch zu einer Funktionseinschränkung führen. Ältere Menschen sind häufiger betroffen.

Enchondrom
Enchondrom

Knochentumor

Enchondrom, Osteochondrom, Osteosarkom

Geschwulst eines Knochens in gutartiger (benign) oder bösartiger (malign) Form. Während primäre Knochentumore direkt vom Knochen ausgehen, treten sekundäre als Tochtergeschwulst (Metastasen) anderer bösartiger Tumore auf. Bei der Hand entsteht am häufigsten ein sogenanntes Enchondrom. Dieses ist gutartig und betrifft meist die Fingerglieder oder einen der fünf Mittelhandknochen.

Nervus ulnaris

Kubitaltunnel-Syndrom

Ulnare Neuropathie

Nervenkompression/Nerveneinklemmung am Ellbogen: Der Ellennerv liegt im Kubitaltunnel (Sulcus ulnaris) und verläuft an der Innenseite des Ellenbogens im Bereich des „Musikantenknochens“. Da er nicht geschützt wird, ist er verletzungsanfällig. Wenn der Nerv am Ellbogen eingeklemmt ist oder eine Kompression des „Narrenbeinnervs“ vorliegt, handelt es sich um das Kubitaltunnel- oder Sulcus ulnaris-Syndrom. Die Symptome entsprechen einer Gefühlsstörung im Bereich des Klein- und Ringfingers aber auch Schmerzen und Überempfindlichkeit im Bereich der Innenseite des Ellbogens. Die Therapie besteht aus einer offenen chirurgischen oder endoskopischen Entlastung des Nervs.

Loge de Guyon Syndrom

Loge-de-Guyon Syndrom

Nervenkompressionsneuropathie

Schädigung des Ellennervs an der Kleinfingerseite (ulnar) des Handgelenks. Sie geht mit Empfindungsstörungen und der Lähmung von Hand- und Fingermuskeln einher. Ursache ist ein Engpass zwischen zwei Handwurzelknochen, wodurch Druck auf den Ellennerv entsteht. Dieses Nerven-Kompressionssyndrom tritt selten auf, löst aber ähnliche Beschwerden wie das Kubitaltunnelysndrom aus. Diese zwei Syndrome können auch kombiniert vorliegen. Die Therapie besteht in der chirurgischen Entlastung des Nervs

 

Mondbeinnekrose

Lunatummalazie

Die Lunatummalazie entspricht einer Durchblutungsstörung des Mondbeins (Lunatum), welche zum Absterben des Knochens führt. Das Mondbein ist einer der acht Handwurzelknochen und bildet zusammen mit dem Kahnbein die Gelenkverbindung der Handwurzel mit der Speiche im Unterarm. Als begünstigende Faktoren für diese Erkrankung kommen repetitive mechanische Belastungen (z.B. Drucklufthammer) und eine Ellenverkürzung in Frage.

 

Narbenkontraktur

Gewebsschrumpfung

entsteht, wenn das Narbengewebe schrumpft, die Elastizität verliert und sich dabei zusammenzieht, verhärtet und zu Bewegungseinschränkungen führt. Narbenkontrakturen treten häufig nach Entzündungen, Haut- und Weichteilverletzungen sowie Verbrennungen auf. Besonders empfänglich für Narbenprobleme bzw. Funktionsstörungen ist die Innenfläche der Hand oder der Finger.

Nervenverletzung

Nerven sind weit verzweigte Leitungsbahnen. Sie führen Nervenfasern, die einerseits für die motorische Funktion von Muskeln und andererseits für das sensible Empfinden einer Hautregion zuständig sind. Bei Nervenverletzungen ist die Leitung von Bewegungs- und Gefühlsreizen gestört oder nicht mehr möglich. Als Ursache kommen Dehnungen, Quetschungen, Ausrisse sowie eine teilweise oder vollständige Durchtrennung in Frage. Um die Nervenfunktion wiederzuerlangen erfolgt die sofortige Naht der Bindegewebshülle (sog. Epineurium) um den neu ausspriessenden Nervenfasern den korrekten Weg zu leiten.

Pronator Teres Syndrom

Nerven-Kompressionssyndrom

Betrifft einen Teil des Mittelarmnervs (Nervus medianus). Dieser durchbricht den Muskel Pronator Teres (Einwärtsdreher) auf der Vorderseite des Unterarms. Durch Drehbewegungen des Muskels kann der Nerv eingeschnürt werden. Als Ursachen kommen ausserdem u. a. Muskelfaserrisse, Blutergüsse oder einseitige andauernde Belastungen infrage. Die Einschnürung des Mittelarmnervs verursacht ähnliche Symptome wie bei einem Karpaltunnelsyndrom. Die chirurgische Therapie beinhaltet eine Befreiung des Mittelarmnervs in diesem Bereich.

Pseudarthrose

Falschgelenk- bzw. Pseudogelenkbildung nach einem Knochenbruch, bei dem der gebrochene Knochen nicht heilt und sich weiches Gewebe zwischen den Knochenenden bildet, so dass er nicht wieder zusammenwächst. Grundsätzlich kann sich eine sogenannte Pseudarthrose nach jedem Knochenbruch entwickeln. Nicht selten sind verschobene Kahnbeinbrüche (die unter Umständen zunächst nicht bemerkt und entsprechend nicht abgklärt wurden) davon betroffen. Es können sich chronische Schmerzen und eine Bewegungseinschränkung in diesem Bereich einstellen. Als Therapie kann das weiche Gewebe zwischen den Knochenfragmenten chirurgisch entfernt und mit gesundem Eigenknochen aus dem Beckenkamm ersetzt werden.

Sehnenscheiden-Entzündung

Tendovaginitis

Sehnen bestehen aus Bindegewebe und sind Teil eines Muskels. Kommt es zu einer schmerzhaften Entzündung der Daumensehnen und ihres Gleitgewebes, sind Schmerzen, Schwellung mit Überwärmung und manchmal Reiben der Sehnen zu spüren. Tritt häufig bei Frauen zwischen 30 und 50 Jahren auf und wird durch wiederkehrende Handbewegungen, Schwangerschaft oder rheumatoide Arthritis ausgelöst. Eine typische Form ist die Tendovaginitis DeQuervain im Bereich der Daumenstrecksehnen. Hier kann eine ergotherapeutische Behandlung ggf. in Kombination mit einer lokalen Kortisoninfiltration helfen. Falls die Symptomatik bleibend ist hilft noch die operative Spaltung der Sehnenscheide.

Sehnenverletzung Daumenstrecksehne

Sehnenverletzung

Sehnen bestehen aus Bindegewebe und enthalten in geringem Masse auch Nerven und Blutgefässe, sie sind Teil eines Muskels und dienen als Verbindung zwischen Muskeln und Knochen. Wird ein Muskel z. B. beim Krafttraining ruckartig kontrahiert oder eine Sehne überbelastet, kann sie ganz oder teilweise reissen. Ebenso können Sehnen bei Schnittverletzungen durchtrennt oder bei Knochenbrüchen geschädigt werden. Bei Schnittverletzungen wird versucht, die Sehne direkt wieder zu nähen. Bei geschlossenen Sehnenrissen, die unter Umständen zeitlich schon weiter zurückliegen, kann auf einen sogenannten Sehnentransfer zurückgegriffen werden. Hierbei wird eine doppelt angelegte Sehne auf die gerissene Sehne genäht.

ugs. Schnellender Finger

Schnellender Finger

Tendovaginitis stenosans

Ein schnellender Finger (Spring-/Schnapp-/Triggerfinger) wird durch eine Entzündung des Sehnengleitgewebes und der Sehnenscheide verursacht und ist eine der häufigsten Erkrankungen bzw. Veränderungen der Hand. Jeder Finger kann betroffen sein. Durch die entzündungsbedingte Verdickung der Sehne, kommt es zu einem Engpass zwischen 1. Ringband und Sehne. Dadurch bleibt der Finger zeitweise in gebeugter Position hängen. Die Therapie liegt zunächst im Versuch einer Entzündungshemmung mittels lokal infiltriertem Kortison. Bei ausbleibender Besserung folgt die operative Spaltung des Ringbandes.

Supinator Syndrom

Nervenkompressions-Syndrom nahe des Ellenbogens am Unterarm. Ähnlich wie beim Tennisarm treten Druckschmerzen im Bereich des Ellenbogens und an der Aussenseite des Unterarms auf. Dabei ist jedoch eine Einengung des Speichennervs in dessen Muskelkanal (M. supinator) für die Symptomatik verantwortlich. Die Streckung der Finger kann geschwächt sein und sogar Lähmungen für die Fingerstreckung mit sich bringen. Wie bei jedem Nervenkompressions-Syndrom besteht die chirurgische Therapie in der operativen Entlastung des betroffenen Nervs.

Tennisarm und Golferarm

Einseitige und repetitive Überbelastungen des Unterarms können zu typischen Entzündungs-Beschwerden führen. Beim Tennisarm (laterale Epicondylitis) verursacht die Reizung am Sehnenursprung der Handgelenkstreckmuskulatur die Schmerzen, während beim Golferarm (mediale Epicondylitis) die Handgelenkbeugemuskulatur auf der Innenseite des Ellbogens betroffen ist. Zunächst ist ein konservativer Therapieversuch anzustreben, wobei mit intensiven physiotherapeutischen Massnahmen sowie entzündungshemmenden Medikamenten gearbeitet wird. Falls die Beschwerden weiterhin bestehen, kann eine chirurgische Intervention mit Entfernung des entzündeten Gewebes und Veröden der schmerzverursachenden Nervenfasern (Denervation) erfolgen.

Veraltete Bandruptur

Bandruptur ist eine Verletzung, bei der ein Gelenkband ganz oder teilweise reisst (Ruptur). Aufgrund der komplexen Anatomie des Handgelenks werden Verletzungen mitunter nicht erkannt und auch nicht behandelt.

Verbrennung

Schädigung des Gewebes durch übermässige Hitzeeinwirkung z.B. durch Flammen, Dämpfe, Gase oder heisse Flüssigkeiten (Verbrühung). Dabei kommt es je nach Einwirkungszeit und Temperatur zu einer unterschiedlich tiefen Schädigung von Haut, Unterhaut oder sogar von Faszien, Muskel, Nerven, Sehnen und Gefässe im betroffenen Bereich. Aufgrund der anatomisch engen Verhältnisse können Verbrennungen und Verbrühungen der Hand schwerwiegende Funktionseinschränkungen verursachen.

Wartenberg Syndrom

Nervenkompressions-Syndrom, bei dem es, ähnlich wie beim Supinator Syndrom, zu einer Druckschädigung des sensiblen Endastes des Speichennerven (Nervus radialis) am Unterarm kommt. Wenn oberhalb des Handgelenks Druck auf diesen Nerv ausgeübt wird, z. B. beim Tragen einer Armbanduhr oder durch Tätigkeiten, die das Handgelenk belasten, kann es zu Schmerzen und Gefühlsstörungen an der Streckseite des Handgelenks kommen, welche den Daumen und Zeigefinger sowie ein Teil des Ringfingers betreffen.

QUELLEN

  • Kantonsspital Winterthur, www.ksw.ch
  • Kantonsspital Aarau, www.ksa.ch
  • Schulthess Klinik, www.schulthess-klinik.ch
  • Universitätsklinik Balgrist, www.balgrist.ch